Statement der stellv. sozialpolitischen Sprecherin Dr. Thela Wernstedt zur Aufarbeitung der Medikamentenstudien an Heimkindern:

 

„Die heutige Unterrichtung im Sozialausschuss des Niedersächsischen Landtags hat deutlich gemacht, dass Sozialministerin Dr. Carola Reimann die ungeheuerlichen Vorgänge in niedersächsischen Kinderheimen der 1960er- und 70er-Jahre sehr ernst nimmt. Bereits unter ihrer Vorgängerin Cornelia Rundt wurde im Sozialministerium beschlossen, die Rolle des Landes bei den Medikamentenstudien durch ein fachlich ausgewiesenes, medizinhistorisches Institut außerhalb Niedersachsens aufarbeiten zu lassen, bei dem keine Finanzierung durch Pharmakonzerne stattfindet. Ministerin Dr. Carola Reimann wird diesen Weg der Aufarbeitung entschlossen weitergehen.

Wir als SPD-Fraktion begrüßen dies und wünschen uns darüber hinaus eine intensive öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Forschung an Minderjährigen und der besonders verletzlichen Gruppe der ehemaligen Heimkinder. Auf diese Weise würden mehr Menschen zur Kenntnis nehmen, was damals im Namen höherer Interessen geschehen ist. Es braucht aus unserer Sicht eine breit angelegte historische, kinderärztliche und öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema.“