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7. Juli 2021: Statement der frauenpolitischen Sprecherin Dr. Thela Wernstedt zum Antrag „Kein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell“:

„Der vorgelegte Antrag der Fraktion der FDP verbindet zwei wichtige Themen für den Umgang mit Sexarbeit.

Zum einen diskutiert er die Frage eines Sexkaufverbots, zum anderen geht es um Hilfestellungen für eine Krankenversicherung, Sprachkurse und Ausstiegsmöglichkeiten durch Weiterqualifizierung. Die SPD-Fraktion ist mehrheitlich der Auffassung, dass es kein Sexkaufverbot geben soll. Die Lage der Sexarbeitenden darf sich durch ein Abdrängen ins Verborgene nicht verschlechtern.

Durch die jahrzehntelange Arbeit des Fachberatungsstelle Phoenix und ihre aufsuchende Arbeit ist es in Niedersachsen gelungen, zu vielen Sexarbeitenden mit ihren differenzierten Problemen und Fragestellungen Kontakt zu halten und in unterschiedlicher Art Hilfestellungen zu leisten. Diese erfolgreiche und gut akzeptierte Arbeit wird fortgeführt und nach Bedarf angepasst. Phoenix und alle daraus entstandenen Projekte für spezielle Gruppen und ihre Fragestellungen leisten hervorragende Arbeit zum Wohle der Sexarbeitenden in Niedersachsen. Es braucht keine grundlegende Neuausrichtung der aufsuchenden unterstützenden Arbeit, daher lehnen wir den Antrag ab.“

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